Geschichte des Studieninstituts Hellweg-Sauerland
Seit 1921

Geschichte desStudieninstituts

für kommunale Verwaltung Hellweg-Sauerland

1921 – Heute

Über 100 Jahre im Dienst der kommunalen Bildung

Von der Verwaltungsschule der Kreise Arnsberg, Lippstadt und Soest zum modernen Studieninstitut

Gründungsjahre
Gründung
1921

Am 23. Juni findet die erste Versammlung zur Gründung einer Verwaltungsschule für die Kreise Arnsberg, Lippstadt und Soest statt. Die drei Landkreise bilden zunächst einen Verband nach bürgerlichem Recht (§§ 705 ff BGB).

Unterrichtsbeginn
1922

Anfang April beginnt der Unterrichtsbetrieb an den Schulorten Arnsberg, Lippstadt und Soest. Erster Schulleiter wird Dr. Theodor Prange.

1923

Die Verwaltungsschule erhält die Rechtsform eines Zweckverbandes.

1926

Am 3. Mai wird die Zweckverbandssatzung vom Bezirksausschuss in Arnsberg bestätigt.

Kriegsjahre
1934

Eingriffe der NSDAP in die Arbeit des Schulleiters beeinträchtigen den Schulbetrieb.

1943

Der Zweite Weltkrieg legt die Arbeit der Verwaltungsschule vollständig lahm.

1945

Nach Kriegsende kann der Schulbetrieb nicht unmittelbar wieder aufgenommen werden.

Wiederaufbau
Neustart
1947

Wiederbeginn am 1. April unter Dr. Karl Kröger (bis 1959) mit einem Inspektoren-Volllehrgang.

Expansion
1950

Lehrgänge laufen an acht Schulorten mit rund 70 nebenamtlichen Lehrern – u. a. in Soest, Paderborn, Hamm und Unna. Kauf der Villa am Aldegreverwall 24 als neuer Sitz der Verwaltungsschule.

1951

Einrichtung von Lehrgängen für Standesamtswesen und Vollstreckungswesen. Die Kreise Brilon und Büren treten dem Schulverband bei. Umbenennung in „Gemeindeverwaltungs- und Sparkassenschule Hellweg-Sauerland".

Wachstum
1961

Der Westfälische Sparkassen- und Giroverband tritt dem Zweckverband bei.

1970

Durchführung von Rehabilitantenlehrgängen in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Arbeitsamt. Bau eines Internats für diesen Personenkreis.

1971

Beginn der Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungsdienst der Bundeswehr – Einrichtung von Förderlehrgängen für Soldaten.

Namensgebung
1972

Die Schule trägt nun den heutigen Namen: „Studieninstitut für kommunale Verwaltung Hellweg-Sauerland".

1974

Der Jurist und Pädagoge Günter Junker übernimmt die Leitung des Studieninstituts.

1976

Nach der kommunalen Gebietsreform in NRW gehören die Kreise Höxter, Paderborn, Soest, Unna, Warendorf, der Hochsauerlandkreis sowie die Stadt Hamm dem Zweckverband an.

Modernisierung
1980

Erstmalige Entwicklung einer systematischen Fortbildungskonzeption mit einem geschlossenen jährlichen Fortbildungsprogramm.

1981

Durchführung des letzten Lehrgangs für den gehobenen Dienst – diese Ausbildung wurde bereits 1976 zur staatlichen Fachhochschule für öffentliche Verwaltung verlagert.

1985

Der Lehrkörper wächst auf sieben hauptamtliche und rund 100 nebenamtliche Lehrkräfte. Unterrichtsorte: Hamm, Meschede, Paderborn und Soest.

International
1990

Umfangreiche Aufbauhilfe zur Gründung des Niederlausitzer Studieninstituts. Durchführung von Aus- und Fortbildungslehrgängen im Land Brandenburg.

1993

Pensionierung von Direktor Günter Junker. Sein Nachfolger wird Wolfgang Baie.

1994

Umbau und Nutzungsänderung im Internatsbereich sowie Beginn umfangreicher Renovierungsarbeiten im Schul- und Verwaltungsgebäude.

International
1995

Polnisch-deutsche Kommunalpartnerschaft im Rahmen des TRANSFORM-Programms der Bundesregierung zur Beratung Mittel- und Osteuropas beim Aufbau von Demokratie und sozialer Marktwirtschaft.

Digitalisierung
1999 – 2003

Kooperation der Studieninstitute Bielefeld und Soest.

Digital
2003

Erstmals verzichtet das Institut auf ein gedrucktes Fortbildungsprogramm zugunsten einer Online-Präsentation. Einführung von Eignungstests für Nachwuchskräfte sowie erstmaliger Einsatz eines „Virtuellen Klassenzimmers" im A II Hamm.

2008

Beginn der Lehrerfortbildung beim Studieninstitut.

Gegenwart
2014

Pensionierung von Wolfgang Baie. Sven Brüggenhorst wird neuer Studienleiter und Geschäftsführer des Instituts.

2015

Beginn der „Modularen Qualifikation" für den höheren Dienst in Kooperation mit den Studieninstituten Ruhr und Wuppertal.

100 Jahre
2022

Das 100-jährige Jubiläum des Studieninstituts wird pandemiebedingt nicht gefeiert.

Heute
2025

Thomas Baumeister löst Sven Brüggenhorst als Studienleiter und Geschäftsführer des Instituts ab und übernimmt die Leitung.

2026

Das Team des Studieninstituts wächst von 17 auf 25 Mitarbeitende.