Geschichte desStudieninstituts
für kommunale Verwaltung Hellweg-Sauerland
Über 100 Jahre im Dienst der kommunalen Bildung
Von der Verwaltungsschule der Kreise Arnsberg, Lippstadt und Soest zum modernen Studieninstitut
Am 23. Juni findet die erste Versammlung zur Gründung einer Verwaltungsschule für die Kreise Arnsberg, Lippstadt und Soest statt. Die drei Landkreise bilden zunächst einen Verband nach bürgerlichem Recht (§§ 705 ff BGB).
Anfang April beginnt der Unterrichtsbetrieb an den Schulorten Arnsberg, Lippstadt und Soest. Erster Schulleiter wird Dr. Theodor Prange.
Die Verwaltungsschule erhält die Rechtsform eines Zweckverbandes.
Am 3. Mai wird die Zweckverbandssatzung vom Bezirksausschuss in Arnsberg bestätigt.
Eingriffe der NSDAP in die Arbeit des Schulleiters beeinträchtigen den Schulbetrieb.
Der Zweite Weltkrieg legt die Arbeit der Verwaltungsschule vollständig lahm.
Nach Kriegsende kann der Schulbetrieb nicht unmittelbar wieder aufgenommen werden.
Wiederbeginn am 1. April unter Dr. Karl Kröger (bis 1959) mit einem Inspektoren-Volllehrgang.
Lehrgänge laufen an acht Schulorten mit rund 70 nebenamtlichen Lehrern – u. a. in Soest, Paderborn, Hamm und Unna. Kauf der Villa am Aldegreverwall 24 als neuer Sitz der Verwaltungsschule.
Einrichtung von Lehrgängen für Standesamtswesen und Vollstreckungswesen. Die Kreise Brilon und Büren treten dem Schulverband bei. Umbenennung in „Gemeindeverwaltungs- und Sparkassenschule Hellweg-Sauerland".
Der Westfälische Sparkassen- und Giroverband tritt dem Zweckverband bei.
Durchführung von Rehabilitantenlehrgängen in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Arbeitsamt. Bau eines Internats für diesen Personenkreis.
Beginn der Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungsdienst der Bundeswehr – Einrichtung von Förderlehrgängen für Soldaten.
Die Schule trägt nun den heutigen Namen: „Studieninstitut für kommunale Verwaltung Hellweg-Sauerland".
Der Jurist und Pädagoge Günter Junker übernimmt die Leitung des Studieninstituts.
Nach der kommunalen Gebietsreform in NRW gehören die Kreise Höxter, Paderborn, Soest, Unna, Warendorf, der Hochsauerlandkreis sowie die Stadt Hamm dem Zweckverband an.
Erstmalige Entwicklung einer systematischen Fortbildungskonzeption mit einem geschlossenen jährlichen Fortbildungsprogramm.
Durchführung des letzten Lehrgangs für den gehobenen Dienst – diese Ausbildung wurde bereits 1976 zur staatlichen Fachhochschule für öffentliche Verwaltung verlagert.
Der Lehrkörper wächst auf sieben hauptamtliche und rund 100 nebenamtliche Lehrkräfte. Unterrichtsorte: Hamm, Meschede, Paderborn und Soest.
Umfangreiche Aufbauhilfe zur Gründung des Niederlausitzer Studieninstituts. Durchführung von Aus- und Fortbildungslehrgängen im Land Brandenburg.
Pensionierung von Direktor Günter Junker. Sein Nachfolger wird Wolfgang Baie.
Umbau und Nutzungsänderung im Internatsbereich sowie Beginn umfangreicher Renovierungsarbeiten im Schul- und Verwaltungsgebäude.
Polnisch-deutsche Kommunalpartnerschaft im Rahmen des TRANSFORM-Programms der Bundesregierung zur Beratung Mittel- und Osteuropas beim Aufbau von Demokratie und sozialer Marktwirtschaft.
Kooperation der Studieninstitute Bielefeld und Soest.
Erstmals verzichtet das Institut auf ein gedrucktes Fortbildungsprogramm zugunsten einer Online-Präsentation. Einführung von Eignungstests für Nachwuchskräfte sowie erstmaliger Einsatz eines „Virtuellen Klassenzimmers" im A II Hamm.
Beginn der Lehrerfortbildung beim Studieninstitut.
Pensionierung von Wolfgang Baie. Sven Brüggenhorst wird neuer Studienleiter und Geschäftsführer des Instituts.
Beginn der „Modularen Qualifikation" für den höheren Dienst in Kooperation mit den Studieninstituten Ruhr und Wuppertal.
Das 100-jährige Jubiläum des Studieninstituts wird pandemiebedingt nicht gefeiert.
Thomas Baumeister löst Sven Brüggenhorst als Studienleiter und Geschäftsführer des Instituts ab und übernimmt die Leitung.
Das Team des Studieninstituts wächst von 17 auf 25 Mitarbeitende.